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Anwenderbericht der ThyssenKrupp Steel AG
Vom Projekt zum Steuerungsinstrument
Software für PM-Methodik und -Prozesse
Einführung über alle Unternehmensebenen
Funktionsorientierte Schulung
Projekt-Office sichert Investitionen
Maßgeschneidertes Projektmanagement für eine heterogene Projektlandschaft
Das Ergebnis: Wertschöpfende Prozesse
Management Summary
Ergänzung zu den Anwenderzahlen
Über Collinor
Vom Projekt zum Steuerungsinstrument
ThyssenKrupp Steel, Division Auto - Vertrieb/Engineering führt mit Collinor IRP
Software-Tool für Enterprise Project Management (EPM) erfolgreich ein.
Autoren: Ralf Wieland (Projektleiter bei TKS) und Stefan Ramm (Projektleiter bei TKS)
Duisburg, Juni 2005:
Der Bereich Vertrieb/Engineering von ThyssenKrupp Steel, Division Auto hat ein durchgängiges Projektmanagement etabliert. Parallel dazu wurde mit Collinor IRP eine Projektmanagement-Software installiert, die die EPM-Methodik und Forschungs- und Entwicklungsprozesse abbildet und unterstützt. Diese Software übernimmt alle Prozesse von der Idee bis zum Projektabschluss, bringt sie in Arbeitsabläufe und optimiert sie permanent, damit vorhandene Synergien genutzt werden können. Heute werden an 230 Arbeitsplätzen die Leistungen von Vertrieb/Engineering zeitnah erfasst und Projekte übergreifend gesteuert. Ziel ist es, in den nächsten Ausbaustufen die gesamten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Division Auto in einem einheitlichen Projektmanagement-System abzubilden.
EPM-Systeme
Nach einer aktuellen Studie der Universität Osnabrück unterscheiden sich EPM-Werkzeuge von den klassischen Projektmanagement (PM)-Tools im Wesentlichen durch zwei Kriterien: EPM-Systeme begleiten den Projektmanagement-Prozess durchgängig über sämtliche Ebenen einer Organisation. Außerdem unterstützen sie alle Projektstufen, von der Idee bis zum Abschluss. |
Die Division Auto ist Teil der ThyssenKrupp Steel AG (siehe Kasten), einem Unternehmen von ThyssenKrupp Steel. Der Bereich Vertrieb/Engineering der Division Auto verkauft Flachstahlprodukte für die Automobilindustrie und versteht sich durch die begleitende Engineering-Kompetenz als Partner für das System Karosserie. Als Engineering bezeichnet man heute, was früher unter der Bezeichnung Anwendungstechnik zusammengefasst wurde: Komplette Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten und Technologien, Verarbeitungsmethoden und Vorentwicklung von neuen Anwendungen für die gesamte Stahl-Produktpalette. Für die sich daraus ergebenden unterschiedlichen Projekttypen wurden spezifische Projektanagement-Prozesse definiert und im EPM-Werkzeug Collinor IRP abgebildet. Dieses stellt jede Projektphase dar und schafft damit die Voraussetzung, die unterschiedlichen Geschäftsprozesse aktiv zu steuern und das Projektportfolio zu optimieren.
ThyssenKrupp Steel AG
Die ThyssenKrupp Steel AG ist heute mit einem Umsatz von knapp 6,5 Mrd Euro der führende Hersteller von Qualitätsflachstahl in Deutschland. Sie produziert 14,2 Mio. t Flachstahl pro Jahr und beschäftigt ca. 20.000 Mitarbeiter. Zu den Kunden der Division Auto zählen Automobilhersteller, Zulieferer, Press- und Stanzwerke sowie die Räderindustrie. |
Software für PM-Methodik und -Prozesse
Unterstützt vom Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen verglich ein sechsköpfiges Team bei ThyssenKrupp Steel sieben Software-Systeme für EPM. Die Zusammenarbeit mit WZL führte zu einer sorgfältigen Evaluierung und nach eingehender Prüfung von Kriterien wie Erfüllungsgrad, Flexibilität und Usability machte Collinor IRP der Collinor Software GmbH das Rennen. Den Ausschlag gab, das diese Software in der Lage ist, die Methodik abzubilden, bestehende Prozesse zu übernehmen, sie in Arbeitsabläufe zu bringen und diese qualitativ immer wieder zu optimieren. Darüber hinaus wies Collinor IRP von allen untersuchten Systemen den höchsten Grad an Flexibilität und Systemoffenheit auf.
Zusätzlich zu den strategischen Anforderungen wurde das System aus datentechnischer Sicht betrachtet. Eine heterogene Software-Landschaft war durch ein professionelles Werkzeug abzulösen, das die vorhandenen Systeme integrieren und Schnittstellen zu führenden Systemen anbieten sollte. Angestrebt wurde eine homogene Systemlandschaft mit vordefinierten, anpassbaren Schnittstellen. Das Standardtool Collinor IRP erfüllte diese Voraussetzungen. Es läuft heute bei ThyssenKrupp Steel serverbasiert und mit einer Drei-Ebenen-Architektur aus Datenbankserver, Applikationsserver und verschiedenen Clienttypen.
Einführung über alle Unternehmensebenen
Es wurde ein integriertes Projekt aufgesetzt mit dem Ziel, die beiden Komponenten EPM-Methodik und EPM-Software-System einzuführen. In Workshops mit bis zu 20 Teilnehmern aus den Fachbereichen, den Projektorganisationen und dem Management wurden vorhandene Prozesse durchleuchtet, Schwachstellen analysiert und die sich daraus ergebenden Soll-Prozesse angestoßen.
Die einzelnen Stufen der Einführungsphase:
- Aufnahme der Projektmanagment Ist-Prozesse
- Schwachstellenanalyse der Projektmanagement-Prozesse
- Definition der Projektmanagement-Prozesse (Soll)
- Customizing dieser definierten PM-Prozesse im Tool
- Schulung und Training von EPM-Methodik und -Werkzeug mit Collinor IRP
- Pilotbetrieb
- Echtbetrieb mit PM-Werkzeug und PM-Office
Das Kernteam bestand aus fünf Mitgliedern des ThyssenKrupp Steel Projektmanagements. Hinzu kamen Mitarbeiter aus den organisatorischen Schnittstellen von Vertrieb/Engineering, dem Controlling und dem IT-Support. Weitere Direktionsbereiche wurden integriert, um die geplante Ausweitung von Methodik und Werkzeug auf andere Stellen vorzubereiten. Das Projekt entwickelte sich evolutionär über zwei Jahre, ein Zeitraum, in dem auch der Gesamtkonzern umstrukturiert wurde.
Funktionsorientierte Schulung
Die Etablierung der Vorgehensweise und des Werkzeugs bei den zukünftigen Nutzern erforderte mehr Aufmerksamkeit als ursprünglich angenommen. Schließlich galt es, eine Projektkultur einzuführen, die nur bei konsequenter Einhaltung der vorgegebenen Methode Früchte tragen würde. Je nach Funktion und Rolle des Einzelnen im Projekt wurden unterschiedliche Trainings angeboten. Während Projektleiter umfassend in Systematik und Technik geschult wurden, erhielten Projektmitarbeiter ein eher kompaktes Training. Die Entscheider wurden anhand der aktuellen Jahresplanung 2004/2005 vom Projektteam am jeweiligen Arbeitsplatz trainiert.
Methodisch stand das Projektmanagement auf drei Säulen:
- Ein Projekt-Office mit Know-how-Trägern stand den Mitarbeitern jederzeit zur Verfügung.
- Zweite Säule waren die Schulungen mit Collinor IRP.
- Zusätzlich wurde eine Dokumentation erarbeitet, bestehend aus Projekthandbuch, Projekt- und Dokumentenvorlagen sowie einem Dienstleistungskatalog des Projekt- Office.
In enger Zusammenarbeit mit ThyssenKrupp Steel war die Collogia damit betraut, die Prozesse zu analysieren, zu optimieren und die notwendigen Werkzeuge wie das EPM-System Collinor IRP bereit zu stellen. Die Unternehmensberatung aus Köln hat Trainingsaktivitäten sowie ein PM-Handbuch mitentwickelt und die Schulungsmaßnahmen mit eigenen Mitarbeitern bei ThyssenKrupp Steel durchgeführt.
Projekt-Office sichert Investitionen
Zur Investitionssicherung und um mit dem erworbenen Wissen unabhängig arbeiten zu können, hat ThyssenKrupp Steel ein Projekt-Office mit vier Mitarbeitern ins Leben gerufen. In ihm wird das Wissen über die PM-Methodik und das EPM-System zentral gepflegt, weiterentwickelt und dem Unternehmen zur Verfügung gestellt. Temporär werden auch aus dem Ruder laufende Projekte gestützt oder Projektleiter in Engpässen entlastet. Das Projekt-Office bietet kontinuierliche Fachgespräche über die Methode auch nach Einführung des Systems an, schult die Vorgehensweise, begleitet die praktische Arbeit und leistet, wo erforderlich, Eskalationsmanagement.
Maßgeschneidertes Projektmanagement für eine heterogene Projektlandschaft
Die Projekte bei ThyssenKrupp Steel unterliegen sehr unterschiedlichen Anforderungen. Entsprechend müssen sich auch die Projektmaßnahmen und das EPM-Werkzeug hinsichtlich Größe, Art und Laufzeit des Vorhabens an den Bedürfnissen ausrichten. So kann sich eine Produktentwicklung über zehn Jahre erstrecken, angefangen bei den ersten Etappen in der Forschung, über die Entwicklungszyklen bis hin zur Umsetzung in der Produktion. Wenn aus dem Entwicklungsprozess ein Projekt wird, d.h. wenn zur Idee der Projektantrag und die -vorbereitung kommen, tritt das EPM-Werkzeug Collinor IRP in Aktion und bildet alle zugehörigen Aktivitäten ab.
Collinor nimmt den vollständigen Forschungs- und Entwicklungsprozess auf. Eine hundertprozentige innerbetriebliche Leistungsverrechnung ist möglich, weil alle Schritte aus Projekt- und Linientätigkeiten an Collinor rückgemeldet werden. Damit lässt sich präzise ausweisen, welche Kapazitäten für einzelne Projekte – wie zum Beispiel die Entwicklung einer Autotür für einen Kunden – aufgewendet wurden, innerbetrieblich und im Projekt selber. So wichtig wie das Produkt selbst sind die strategischen Aspekte: Markt- und Kostenanalysen und die Beobachtung der Mitbewerber. Das EPM-Werkzeug Collinor IRP wird heute in Duisburg, Dortmund und bald auch in Bochum eingesetzt und bindet externe Dienstleister, aber auch die eigenen Resident Engineers bei ThyssenKrupp Steel-Kunden vor Ort ein. Zulieferer können bei Bedarf in das System integriet und berichtend und planerisch tätig werden.
Das Ergebnis: Wertschöpfende Prozesse
Die Jahresplanung für 2004/2005 konnte aufgrund der einheitlichen Datenbasis signifikant schneller und zuverlässiger erstellt werden. Dabei wurde über alle Unternehmensebenen mit ständig aktueller Einsicht in die Projekte gearbeitet. So verfügten die Projektleiter über eine solide planerische Basis für die laufenden Projekte und wussten nach Abschluss, über welche Kapazitäten und Ressourcen sie für neue Aufgaben verfügen können. Das Management auf allen Ebenen berichtete von einer sichtbaren Verbesserung des Prozesses und in der Kommunikation. Insbesondere wird inzwischen strategischer geplant, nicht so sehr mit Blick auf Kosten und Aufwand, sondern auf Kapazitäten. Im Mittelpunkt steht eine abgestimmte Ressourcenplanung, die ein strategie- und ergebnisorientiertes Vorgehen unterstützt. Nur auf dieser Grundlage, so die Meinung von ThyssenKrupp Steel, werden intelligente Dienstleistungen geschaffen und wertschöpfende Prozesse im Unternehmen angestoßen.
Die Einführung des Enterprise Projekt Management-Systems Collinor IRP bei ThyssenKrupp Steel hat inzwischen den Projektcharakter verlassen und ist im Begriff, sich als wichtiges Steuerungsinstrument zu bewähren.
Management Summary
Projektkultur als strategische Vorgabe bei ThyssenKrupp Steel AG, Division Auto
Integriertes, unternehmensweites Projektmanagement schafft bei der Division Auto von ThyssenKrupp Steel die Voraussetzung, strategische Projekte zeitnah in hoher Qualität und kostengünstig ins Ziel zu bringen. Projekte werden heute mit einheitlicher Methodik und EPM-Software Collinor IRP geplant, gesteuert, überwacht und qualitätsgesichert. Die sich daraus ergebenden kürzeren Projektlaufzeiten ermöglichen es, neue Produktentwicklungen früher zu starten und Marktpotenziale besser auszuschöpfen.
Das eingesetzte EPM-Tool Collinor IRP ist in der Lage, die Leistungen einer komplexen Organisation abzubilden und Informationen zielgruppengerecht zu liefern, für das obere Management genauso wie für Mitarbeiter.
Den Zielen eines jeden Managements, über Projekte von der Idee bis zum Abschluss permanent informiert zu sein, einzelne Parameter zu verändern sowie Synergien frühzeitig zu erkennen und nutzen zu können, ist ThyssenKrupp Steel mit Collinor IRP einen großen Schritt näher gekommen. Ein dafür eingerichtetes Projekt-Office, eingebunden in das Team Fachkoordination Strategie/Projekte, sorgt heute dafür, dass diese Projektkultur gepflegt und weiter ins Unternehmen hineingetragen wird. |
Ergänzung zu den Anwenderzahlen
Im April 2009 nutzen 277 Projektleiter/Teammitglieder Collinor als Projektmanagement-Plattform. Zusätzlich verrechnen 331 Mitarbeiter ihre Stunden über Collinor-Timesheet.
Mit insgesamt 608 Usern gehört Collinor zu einer der größten IT-Anwendungen bei TKS.
Über Collinor
Das von der Collinor Software GmbH entwickelte Projektmanagement System Collinor IRP gehört laut Fachpresse zu den führenden und vielversprechendsten Projektmanagementsystemen im Enterprise-Bereich. Durch die konsequente Integration von Business Process Management sowie Performance Management schafft Collinor einmalige Synergien sowie einen enormen Mehrwert, der weit über dien Nutzen von klassischen Projekt- und Portfoliomanagement Lösungen hinaus geht. Schwerpunkt der Unternehmenstätigkeit ist die Entwicklung und der Vertrieb von Collinor IRP und die damit verbundene Beratung, Einführung und Schulung. Mehr über Collinor...
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